Geschichte des Deutschen Bucharchivs

Zur Geschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat der junge Ludwig Delp, Rechtsanwalt für Urheber- und Medienrecht, in München das Deutsche Bucharchiv nach dem Vorbild des Archivs des Börsenvereins ins Leben gerufen. Das Deutsche Bucharchiv mit seiner Bibliothek und Dokumentationsstelle wuchs stetig an, mehrere Umzüge waren notwendig bis schließlich im Münchner Literaturhaus eine repräsentative Bleibe gefunden wurde.

Eine Hauptaufgabe des Bucharchivs seit 1947/48 war der Aufbau einer Bibliothek und Dokumentationsstelle zum Buch- und Zeitschriftenwesen. Darüber hinaus sollten buchwissenschaftliche Projekte gefördert werden und Seminare abgehalten werden. Ein wichtiger Beitrag zur Buchwissenschaft in Deutschland stellt die Herausgabe der Schriftenreihe "Buchwissenschaftliche Beiträge aus dem Deutschen Bucharchiv" dar.

60 Jahre später wurde eine Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen (Institute for Media and Communications Management) und der dort ansässigen Kantonsbibliothek Vadiana vereinbart, deren Ziel die Ausweitung der buchwissenschaftlichen Förderung auf europäische Ebene ist. Zu diesem Zweck wurde im Juni 2006 die Stiftung "St.Galler Zentrum für das Buch" gegründet. Die Bibliothek des Deutschen Bucharchivs mit seinen Beständen und Katalogdaten wurde der neuen Stiftung als Dauerleihgabe übereignet. Die Betreuung und der weitere Ausbau der Sammlung wird künftig von der neuen Stiftung als Spezialabteilung der Kantonsbibliothek Vadiana übernommen.

 

Ausführliche Darstellung zur Geschichte des Deutschen Bucharchivs

Sabine Schreiber, Leiterin des St.Galler Zentrums für das Buch, hat eine ausführliche Darstellung zur Geschichte des Deutschen Bucharchivs verfaßt.
Von der Gründung des Bucharchivs 1947/48 bis hin zur Umsiedelung nach St.Gallen an die Kantonsbibliothek Vadiana im Herbst 2006 finden Sie hier alle wichtigen Informationen.